Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen
am 19. Februar 2009

 

 

 

 

„Um den Heimat- und Verkehrsverein Hohenhausen muss uns nicht bange sein“, freute sich Burkhard Meier, Geschäftsführer des Lippischen Heimatbundes, in unserer Jahreshauptversammlung über die neuen jungen Mitglieder im Vorstand. Unter Meiers Leitung wählten die Heimatfreunde Geschäftsführerin Simone Strüßmann (36) und Schatzmeister Oliver Reimann (37) einstimmig in das Führungsteam. Als Vorsitzende wurde Sabine Reinecke-Erke einstimmig bei drei Enthaltungen bestätigt. Heike Pohlmann und Volker Preuß wurden einstimmig als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt.

Eine der ersten Amtshandlungen von Schatzmeister Reimann wird die Überweisung einer großzügigen Spende an den neu gegründeten Verein „Theater sind wir!“ sein. „Der Theaterverein ist aus dem Heimat- und Verkehrverein Hohenhausen hervorgegangen. Wir wollen den Schritt in die Selbständigkeit unterstützen und Verein und Schauspielern einen guten Start ermöglichen“, begründete Sabine Reinecke-Erke den einstimmig bei einer Enthaltung gefassten Beschluss der Mitglieder.

Die bisherigen Vorstandsmitglieder Iris Schön und Jörg Rügge stellten sich nicht mehr zur Wahl und freuten sich über den „Zwermann“ (Hermann der Cherusker in Gestalt eines Gartenzwerges), den sie als Dank für die geleistete Arbeit der letzten Jahre vom Verein erhielten. Zuvor hatte Burkhard Meier die Anwesenden mit einem detailreichen und kurzweiligen Dia-Vortrag über das Hermannsdenkmal und seinen Erbauer Ernst von Bandel unterhalten. „Über Ernst von Bandel wissen wir als Lipper meist viel zu wenig. Das gerade begonnene Varusjahr bietet guten Anlass, sich mit ihm zu befassen. Er ist es wert“, ermunterte Meier die Heimatfreunde.

 

 

 

 


Der frisch gewählte Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins Hohenhausen: Sabine Reinecke-Erke, Volker Preuß, Simone Strüßmann, Heike Pohlmann (v. links). Es fehlt Oliver Reimann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Aus der Geschichte des Heimat- und Verkehrsvereins Hohenhausen
 

 

 

 

 

Der Heimat- und Verkehrsverein Hohenhausen hat seinen Ursprung als Hohenhauser Verkehrsverein in den „goldenen zwanziger Jahren“ des vergangenen Jahrhunderts. Nach der Gründung im Jahr 1926 hatte sich der Verein unter anderem die Förderung des Fremdenverkehrs auf seine Fahnen geschrieben. Mit zwei Badeeinrichtungen gelang es, Hohenhausen als Luftkurort populär zu machen. Zum einen wurde 1926 auf Anregung von Lehrer August Drexhage unterhalb des Lindenkruges, in den Wiesen, die einst zu Jacobis Hof gehörten, eine „Schwimm-, Sonnen- und Luftbadeanstalt“ gebaut. Zum anderen wurde 1925, ebenfalls auf Anregung Drexhages, im Keller des Volksschulgebäudes ein „Volksbad“ eingerichtet. Dort wurden neben Reinigungsbädern auch medizinische Bäder angeboten. In einer Zeit, als nur wenige Häuser über Badeeinrichtungen verfügten, wurde das Volksbad viel benutzt. Bereits 1927 meldete der Verkehrsverein einen „großen Zustrom von Sommergästen“ und warb mit „sauberen Gehbahnen zu beiden Seiten der Straße, niedrigen Pensionspreisen und herrlichen Buchen- und Tannenwäldern“.
 

 

 

 

 

Als Nachfolger des Verkehrsvereins wurde 1951 der Heimat- und Verkehrsverein Hohenhausen ins Leben gerufen. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Heinrich Stocksmeier gewählt, der sich tatkräftig für die Förderung des Fremdenverkehrs einsetzte. Dieses Ziel hatte auch der ein Jahr später gegründete Verkehrsverband Kalletal vor Augen. Werbeprospekte wurden verschickt, Ruhebänke an besonders schönen Stellen aufgestellt, der Ausbau der Pensionen gefördert. Dr. Stocksmeier selbst errichtete an der Hasenbrede das Kursanatorium Kalletal.
 

 

 

 

Die Erfolge blieben nicht aus. Im Jahr 1958 zog es rund 1800 „Sommerfrischler“ nach Hohenhausen. Die Zahl der Kurgäste stieg weiter und der Heimat- und Verkehrsverein setzte sich nach Kräften dafür ein, den auswärtigen Besuchern den Luftkurort von seiner schönsten Seite zu präsentieren. So gab es regelmäßige Reinigungs- und Säuberungsaktionen, außerdem wurden die Ruhebänke repariert. 1977 wurde von einigen Vereinsmitgliedern sogar Holz gefällt für weitere 35 neu zu errichtende Bänke. Die Aktivitäten des Heimat- und Verkehrsvereins wurden im Jahr 1976 durch eine sehr aktive Wandergruppe unter der Leitung von Günter Wülker ergänzt.

(Quelle: Kirchspiel Hohenhausen)